Majestätische Flieger & freche Affen – ein Ausflug, der begeistert!
Ehrlichkeit, Klarheit, Offenheit – Die Zauberworte der Verbindung
Seit ich denken kann, lehren mich die Pferde drei ganz einfache, aber unglaublich kraftvolle Prinzipien:
Ehrlichkeit, Klarheit und Offenheit.
Diese Worte klingen sanft, fast wie ein Versprechen, doch sie fordern Mut, Tiefe und Konsequenz.
Pferde spüren sofort, ob wir in unserer Mitte sind oder uns selbst etwas vormachen.
Sie reagieren nicht auf das Bild, das wir nach außen zeigen, sondern auf das, was wir wirklich fühlen.
Um den Pferden offen und ehrlich begegnen zu können, muss ich zuerst bei mir beginnen.
Bin ich ehrlich zu mir selbst?
Spreche ich aus, was ich wirklich denke und fühle?
Habe ich den Mut, hinter meine eigene Fassade zu schauen?
Ich gebe zu: Das ist nicht immer leicht.
Ehrlich zu sich selbst zu sein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.
Nicht nur für das, was ich tue, sondern auch für das, was ich vielleicht zu lange verdrängt habe.
Viele Menschen haben große Mühe mit Geradlinigkeit, Direktheit und authentischer Klarheit.
Nicht, weil sie falsch sind, sondern weil sie sich selbst nicht wirklich begegnen möchten und können.
Weil sie gelernt haben, dass Anpassung sicherer ist als Echtheit.
Weil sie sich durch ihre eigene Fassade schützen.
Doch der Körper lügt nicht.
Ich beobachte oft und im Prinzip immer.
Wie viel verrät eine Haltung, ein Blick, eine versteinerte Mimik?
Menschen zu beobachten ist wie in einem Buch zu blättern.
Manchmal schmerzt es mich, wie viel unterdrückte Sehnsucht, Angst oder Leere sich in einem Gesicht zeigt.
Es gibt jene, die den Mut aufbringen, hinzuschauen und vielleicht sogar etwas zu verändern.
Aber viele ziehen es vor, alles beim Alten zu lassen.
Denn Veränderung braucht Mut, Offenheit und die Bereitschaft, unbequeme Wahrheiten anzunehmen.
Eine Veränderung birgt viele Fragezeichen und verursacht auch manchmal regelrecht Bauchweh.
Nur nichts zugeben. Nur nicht schwach wirken. Nur nicht auffallen.
Die äußere Ordnung wahren, koste, was es wolle.
Und währenddessen beobachten wir das Leid anderer, manchmal mit einer Mischung aus Faszination und Überlegenheit.
Warum eigentlich?
Warum ergötzen sich manche Menschen am Schmerz der anderen, während der eigene Garten längst im Unkraut versinkt?
Vielleicht ist es leichter, den Finger nach außen zu richten, als nach innen.
Doch wahre Veränderung beginnt dort, wo ich mir selbst ehrlich begegne.
Wo ich zulasse, was ist. Und den Mut finde, offen zu sein, mit mir und mit anderen.
Die Pferde lehren mich das jeden Tag aufs Neue.
Und ich bin dankbar für diese stillen, klaren Lehrer.
Herzlichst
Rita & Rupert