Schnee, Skifahren & Winterzauber – zwischen Freude und Verantwortung
Schnee, Skifahren & Winterzauber – zwischen Freude und Verantwortung
Schifahren ist für viele von uns seit Kindertagen ein echtes Winterglück.
In den Bergregionen bekamen wir als Kinder die Ski angeschnallt, sobald wir laufen konnten.
Meine Eltern sagten damals: solange sie auf der Piste sind, haben sie keine anderen Ideen :=))
Heute bedeutet das: weg vom Computer, weg vom Handy, weg vom Fernseher.
Draußen sein an der frischen Luft, die klare Bergsonne im Gesicht und den Fahrtwind spüren, das Knirschen des Schnees unter den Skiern – dies bedeutet für uns von klein auf ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
Dazu meistens gutgelaunte Menschen, lachende Kinder, gemeinsame Pausen auf der Hütte – Winter kann verbinden und beleben.
Skifahren fördert Bewegung an der frischen Luft, Ausdauer und Koordination.
Es bringt uns hinaus aus geschlossenen Räumen, hinein in weite Landschaften.
Gerade in einer Zeit, in der viele ihren Alltag sitzend und digital verbringen, ist das ein wertvoller Ausgleich – für Körper, Geist und Seele.
Doch der Blick hinter die Kulissen gehört ebenfalls dazu.
Moderne Skigebiete sind ohne Lifte, präparierte Pisten und künstliche Beschneiung nicht mehr denkbar.
Sie sichern Arbeitsplätze, Tourismus und regionale Wertschöpfung im Zuge der Umwegrentabilität.
Für viele Regionen ist der Winterbetrieb wirtschaftlich überlebenswichtig.
Gleichzeitig hat diese Entwicklung ihren Preis.
Beschneiungsanlagen benötigen große Mengen an Wasser und Energie.
Pistenbau verändert sensible Berglandschaften, greift in Böden, Pflanzenwelt und Lebensräume von Tieren ein.
Winter haben seit jeher ihr eigenes Wesen.
In den vergangenen Jahren sind sie in unseren Regionen oft schneeärmer – ein natürlicher Wandel, der zum Nachdenken anregt.
Vielleicht liegt die Zukunft nicht im Entweder-oder, sondern im bewussteren Sowohl-als-auch.
In maßvollem Skibetrieb, kürzeren Anfahrtswegen, nachhaltiger Energie, respektvollem Umgang mit Natur und Landschaft.
Und darin, den Winter wieder mehr als das zu sehen, was er ursprünglich war: eine Zeit der Stille, der Klarheit und der einfachen Freude.
Im Winter ruht die Natur und auch unser Alltag darf langsamer werden.
Diese Zeit war immer schon eine Phase der Reduktion, des Rückzugs und der Anpassung.
Umso auffälliger ist es, wie heute berichtet wird: Wenn Schnee fällt oder Frost bevorsteht, entsteht bei drei Zentimetern bereits Panik, begleitet von dramatischen Schlagzeilen und Warnungen.
Dabei gehören Schnee, Kälte und glatte Wege seit jeher zum Winter – sie waren für uns lange Zeit selbstverständlich.
Was wäre, wenn heute plötzlich zwei Meter Schnee lägen? Ein Meter Schnee wäre heute schon die absolute Katastrophe.
Würden wir von einem Ausnahmezustand sprechen oder vom Weltuntergang?
Vielleicht erinnert uns der Winter gerade daran, dass nicht jede natürliche Veränderung ein Problem ist, sondern manchmal einfach Teil eines Rhythmus, den wir verlernt haben zu akzeptieren.
Denn echte Winterfreude entsteht nicht nur durch perfekt präparierte Pisten – sondern durch Achtsamkeit, Respekt und das Gefühl, Teil dieser Natur zu sein ❄️⛷️
Die Natur lässt sich nicht planen wie ein Projekt am hl. Kasten = Computer.
Sie lädt uns ein, zuzuhören, mitzugehen und Demut zu üben, statt alles bestimmen und kontrollieren zu wollen.

Herzlichst
Rita & Rupert
















