Wir brauchen die Natur und sie uns
Die Natur braucht uns, aber noch viel mehr – wir sie !
Der moderne Mensch glaubt, fast alles kontrollieren zu können.
Mit Technik, Algorithmen, Steuerungssystemen – sogar die Natur soll sich berechnen, lenken und optimieren lassen.
Und während wir immer mehr können, verlieren wir etwas Entscheidendes: das Gefühl für unseren eigenen Beitrag. Für die Welt. Für die Natur. Für die Tiere.
Tausende Jahre lebten und arbeiteten Menschen mit der Natur.
Sie kannten ihre Rhythmen, ihre Kräfte, ihre Grenzen.
Heute dagegen verbringen wir den Großteil unseres Lebens in geschlossenen, beheizten Räumen, oft sitzend, oft vor Bildschirmen, oft abgeschnitten vom echten Erleben.
Viele spüren, wie schwer es geworden ist, einfach hinauszugehen.
Vor allem bei grauem, feuchtem Wetter wirkt ein Spaziergang wenig verlockend.
Und doch wäre genau das so heilsam: für unseren Körper, unseren Geist, unsere Seele.
Ein kurzer Gang durch Wald und Wiesen genügt oft schon. Die frische Luft. Das Grün. Die Geräusche.
Was sehen wir? Was hören wir? Was riechen wir?
Was berührt uns – jenseits von Worten?
Die Natur macht uns nachweislich gesünder. Sie beruhigt, stärkt und weitet unseren Blick.
Sie macht uns kreativer, freundlicher, dankbarer.
Und manchmal auch wieder ehrfürchtig und demütig – im besten Sinne.
Wenn wir unsere kostbare Lebenszeit überwiegend eingekastelt zwischen vier Wänden verbringen, gerät unser Körper in Dauerstress.
Stresshormone steigen, Blutdruck und Blutzucker ebenfalls.
Kurzfristig kann unser Organismus das ausgleichen, aber dauerhaft jedoch nicht.
Chronischer Stress schwächt unser Immunsystem und entfernt uns immer weiter von uns selbst.
Studien zeigen: Grün beruhigt. Blau mindert Angst.
Ein Blick auf Wasser, ein leise fließender Bach, umgeben von sattem Grün, das wirkt tiefer als jede Technik.
Und nein: Eine Fototapete ersetzt weder Bewegung noch frische Luft.
Sie ersetzt kein Gefühl, keinen Windhauch, kein echtes Erleben.
Ob wir wandern, spazieren, joggen, Rad fahren oder einfach auf einer Bank sitzen und beobachten, jede Form zählt.
Auch das geduldige Dasein, das stille Wahrnehmen dessen, was um uns herum geschieht.
Es braucht oft nur einen kleinen Ruck: vom magischen Kanapee aufstehen, eine Jacke anziehen, losgehen.
Und kaum sind wir draußen, geschieht etwas fast Magisches.
Wir atmen tiefer. Unser Herz wird ruhiger. Und ein stilles, beglückendes Gefühl breitet sich aus.
Wer den Pilsachhof bereits kennt, weiß: Tiere sind unsere ganz besondere Ladestation.
Still. Ehrlich. Heilsam. Humorvoll. Unterhaltsam.
Sie erinnern uns daran, was wirklich zählt.
Vielleicht ist es an der Zeit, nicht mehr alles beherrschen zu wollen, sondern wieder in Beziehung zu gehen.
Mit der Natur und mit uns selbst.

Herzlichst
Rita & Rupert
















