Das Zauberwort heißt Wertschätzung
Was ist uns eigentlich noch etwas wert?
Dieser Gedanke beschäftigt mich schon eine ganze Weile.
Wir leben in einer Zeit, in der vieles teurer, schneller und auch ein unsicherer geworden ist.
Natürlich schauen wir genauer hin, wofür wir unser Geld ausgeben.
Und das ist auch völlig in Ordnung.
Aber manchmal frage ich mich: Schauen wir noch genauso genau hin, welchen Wert etwas hat?
Hinter einem guten Essen stehen Menschen, die einkaufen, vorbereiten, kochen und servieren.
Hinter einem sauberen Zimmer stehen Hände, die putzen, waschen, bügeln und dafür sorgen, dass wir uns wohlfühlen können.
Bei uns am Pilsachhof heißen diese Menschen deshalb nicht „Putzkräfte“, sondern Zimmerfeen.
Nicht nur, weil das viel schöner klingt.
Sondern weil wir ihre Arbeit und ihren respektvollen Umgang mit der persönlichen Sphäre unserer Gäste sehr schätzen.
Wertschätzung hat aber nicht nur mit Geld zu tun.
Manchmal begegnet sie uns in den allerkleinsten Dingen.
In einem „Guten Morgen“.
In einem Lächeln.
In einem ehrlichen „Danke“.
Oder darin, überhaupt wahrzunehmen, was uns umgibt.
Ein Schmetterling am Wegesrand.
Eine Blume, die zwischen Steinen wächst.
Der Duft nach frisch gemähtem Gras.
Ein Bach, der irgendwo plätschert.
Die Sonne, die am Abend die Landschaft in dieses ganz besondere Licht taucht.
Vielleicht brauchen wir gar nicht immer das nächste große Erlebnis.
Vielleicht dürfen wir wieder ein bisschen mehr entdecken, was längst da ist.
Und vielleicht ist das Zauberwort dafür ganz einfach: Wertschätzung
Wertschätzung gegenüber Menschen und ihrer Arbeit.
Gegenüber Tieren, die uns so viel geben, ohne etwas zu erwarten.
Gegenüber der Natur, die uns täglich beschenkt.
Gegenüber Lebensmitteln, die nicht selbstverständlich auf unseren Tellern liegen.
Und auch gegenüber all den Dingen, über die wir kaum noch nachdenken, weil sie für uns so selbstverständlich geworden sind:
sauberes Wasser, klare Luft, fruchtbare Erde, ein warmer Sonnenstrahl und ein sicherer Platz zum Leben.
Vielleicht beginnt Wertschätzung genau dort:
wieder wahrzunehmen, was da ist und nicht erst dann seinen Wert zu erkennen, wenn es fehlt.
Und zum Glück erleben wir diese Wertschätzung immer wieder mit wundervollen Menschen:
Gäste, die morgens erzählen, welchen Vogel sie im Garten beobachtet haben.
Die unsere Tiere beim Namen kennen, sich über eine besondere Blüte freuen oder unseren Zimmerfeen ein freundliches Wort schenken.
Menschen, die nicht nur Urlaub machen, sondern ihn wirklich erleben.
Solche Begegnungen erinnern mich daran, dass Wertschätzung keineswegs verschwunden ist.
Vielleicht ist sie nur manchmal ein bisschen leiser geworden.
Und vielleicht können wir selbst dazu beitragen, sie wieder hörbarer zu machen.
Nicht alles muss billiger, schneller, größer oder spektakulärer werden.
Manches darf einfach seinen Wert haben:
Ein gutes Essen. Die Arbeit eines Menschen. Ein sauberes Zimmer. Eine blühende Wiese.
Ein freundliches Wort. Ein ehrliches DANKE.
Und vielleicht ist das eine schöne Frage, die wir mit durch unseren Alltag nehmen können:
Nicht nur: Was kostet es?
Sondern vielmehr: Was ist es mir wert?
Denn Wertschätzung kostet nichts und macht ALLES um so vieles wertvoller ❤️

Herzlichst
Rita & Rupert
















