Frohe Ostern
In den Alpenländern hat sich rund um Ostern ein stilles, liebevolles Geflecht aus Bräuchen gewoben, das von Generation zu Generation weitergetragen wird 🐣
Wenn Kinder und Erwachsene gemeinsam Eier färben, dann geschieht das oft nicht nur aus Freude an den bunten Farben.
Es ist ein Moment des Innehaltens, ein stilles Tun mit den Händen, das mit der Familie verbindet, mit der Natur und mit alten Traditionen.
Die bemalten Eier werden später mit einem leisen Lächeln versteckt.
Im Garten, zwischen frischem Gras, unter ersten Blüten.
Das Suchen wird zu einem kleinen Abenteuer, doch gleichzeitig auch zu einem Sinnbild:
Dass das Leben uns immer wieder Überraschungen bereithält, dass Hoffnung manchmal verborgen liegt und darauf wartet, entdeckt zu werden.
Wir haben an Ostern aber auch schon Schneehasen gebaut 😍
Nach der langen Zeit des Verzichts in der Fastenzeit bekommt die gemeinsame Osterjause eine besondere Bedeutung.
Brot, Eier, vielleicht ein Stück Schinken – einfache Speisen, die plötzlich wieder zu etwas Kostbarem werden.
Man sitzt zusammen, teilt, lacht und genießt die Zeit.
In diesem gemeinsamen Beisammensein liegt etwas zutiefst Dankbares: die Rückkehr zur Fülle, zum Leben, zur Gemeinschaft.
Und doch, wenn man ehrlich hinsieht, scheint vieles von dem ursprünglichen Zauber leiser geworden zu sein.
Das Fest des Neubeginns, der Hoffnung und der Dankbarkeit ist oft überlagert von Eile, Konsum und Oberflächlichkeit.
Die tieferen Gedanken, die einst wie ein warmer Strom durch diese Tage flossen, gehen im Überfluss leicht verloren.
Vielleicht liegt gerade darin unsere Einladung: wieder stiller zu werden. Wieder bewusster hinzusehen.
Die kleinen Gesten wertzuschätzen, das Färben eines Eies, das Lächeln eines Kindes, das Teilen eines einfachen Mahls.
Ostern erinnert uns daran, dass nach jeder kalten, dunklen Jahreszeit der Frühling kommt.
Dass Leben sich immer wieder erneuert. Alles ist in Veränderung.
Und dass in jedem Neubeginn auch ein leiser Zauber liegt, wenn wir bereit sind, ihn zu sehen.
Mit einem offenen Herzen dürfen wir diese Tage als das annehmen, was sie im Kern sind:
Ein stiller Ruf nach Zuversicht. Und eine Einladung, dankbar und demütig im Leben zu stehen.

Herzlichst
Rita & Rupert
















